Frank Benz übernimmt Leitung der Stadtwerke
Korbach/Brilon. Ob Gasnetz, Entstörungsmanagement oder Windkraft: Schon seit mehreren Jahren arbeiten die Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) und die Stadtwerke Brilon in verschiedenen Bereichen eng zusammen. Diese Kooperation wollen der Landkreis Waldeck-Frankenberg und die Stadt Brilon als Träger der Unternehmen nun durch eine gemeinsame Leitung intensivieren – und berufen den EWF-Chef Frank Benz zusätzlich zum neuen Interims-Geschäftsführer und Vorstand der Stadtwerke Brilon.
Benz folgt auf Reuber
Er folgt auf Axel Reuber, der die Briloner Stadtwerke zum 19. März dieses Jahres verlassen hat. Frank Benz, der in seiner Funktion als Verbandsgeschäftsführer des Zweckverbandes Energie Waldeck-Frankenberg auch bereits seit einigen Jahren im Aufsichtsrat der Stadtwerke Brilon Energie GmbH tätig ist, wird den Vorstand und die Leitung vorübergehend zum 23. März 2026 übernehmen. Dafür haben sich der Aufsichtsrat der Energie Waldeck-Frankenberg und der Verwaltungsrat der Stadtwerke Brilon Energie GmbH kürzlich in ihren Gremiensitzungen entschieden.
Gemeinsam weitere Formen der Zusammenarbeit prüfen
„Mit Frank Benz bekommen unsere Stadtwerke eine neue Leitung, die auf eine langjährige Erfahrung im Bereich der Energie- und Betriebswirtschaft verfügt“, sagt der Bürgermeister der Stadt Brilon Dr. Christof Bartsch als Vorsitzender des Verwaltungsrates des Unternehmens und der Aufsichtsräte der Beteiligungsgesellschaften der Stadtwerke Brilon AöR. „Er blickt auf mehr als 20 Jahre Berufserfahrung in der Energiebranche zurück und wird seine Expertise nutzen, um die Energieversorgung in unserer Region zu stärken und nachhaltig auszubauen.“ Landrat Jürgen van der Horst als Aufsichtsratsvorsitzender der EWF ergänzt: „Unser gemeinsames Ziel ist es weiterhin, auch zu schauen, inwiefern wir weiteren Formen der Zusammenarbeit unserer regionalen Energieversorger realisieren können.“ Schon seit mehreren Jahren arbeiten die EWF und die Stadtwerke Brilon in verschiedenen Arbeitsfeldern eng zusammen, so in der Unterstützung der Betriebsführung des Gasnetzes der Stadtwerke Brilon, beim Entstörungsmanagement Gas als auch beim Bau und Betreiben des Windparks Brilon I. Diese gilt es, weiter zu entwickeln und auszubauen.
„Ich habe großen Respekt vor der Aufgabe. Gleichzeitig ist es eine einmalige Chance und ein mutiger Schritt für uns als kommunalen Häuser über unsere Landesgrenzen hinaus neue Ideen zu
entwickeln,“ freut sich Frank Benz auf die zusätzliche Herausforderung. Im Mittelpunkt stehen neben der Fortführung des laufenden Geschäfts der Stadtwerke Brilon insbesondere die Prüfung einer möglichen Kooperation und engeren Zusammenarbeit der Unternehmen. Hier können sich für alle Seiten – über Landesgrenzen und Versorgungsgebiete hinaus – neue Chancen eröffnen, die Modellcharakter für regionale Energieversorger haben können.
Hintergrund: Stadtwerke Brilon
Neben der Versorgung von rund 26.100 Menschen mit Trinkwasser und der Belieferung von Erdgas, Strom und Wärme sind die Stadtwerke Brilon für die Entsorgung des Abwassers in Brilon zuständig. Des Weiteren sind sie der Betriebsführer des Bauhofes und der Dienstleister des städtischen Tiefbauamtes. Sie übernehmen neben der zuverlässigen und sicheren Versorgung ihrer Kunden gesellschaftliche Verantwortung für die Menschen in Brilon, die Stadt und den Wirtschaftsraum. Von den erwirtschafteten Erträgen profitieren die Stadt und somit die Bürger vor Ort. Sie investieren kontinuierlich in den Ausbau und Erhalt der Infrastruktur und greifen dabei bewusst auf regionale Lieferanten und Dienstleister zurück. So schaffen und sichern sie Arbeitsplätze in Brilon und unterstützen kulturelle sowie soziale Projekte.
Hintergrund: Energie Waldeck-Frankenberg
Als Energiedienstleister in der Region Nordhessen ist die Energie Waldeck-Frankenberg GmbH (EWF) mit den versorgten Städten und Gemeinden eng verbunden. Sie versorgt mehr als 90.000 Haushalte mit Strom und liefert zudem Gas, Wärme und Wasser. Außerdem bietet sie passende Energielösungen für das ganze Haus – von der Ladestation für Elektroautos, über Stromspeicher bis zur Photovoltaikanlage auf dem Dach. Zudem organisiert die EWF für den Landkreis Waldeck-Frankenberg und die Stadt Korbach den öffentlichen Nahverkehr, unterstützt kommunale Projekte wie die Modernisierung der Straßenbeleuchtung und sind Eigentümer mehrerer Bäder. Mehr als 400 Mitarbeiter leisten bei der EWF ihren Beitrag für die sichere, zuverlässige, nachhaltige und faire Energieversorgung vor Ort.








